Digitalisierungsbericht der Medienanstalten: Dynamik bei DAB+ ungebrochen

Berlin, 03.09.2018

Der Digitalisierungsbericht 2018 attestiert dem digital-terrestrischen Radiostandard DAB+ im fünften Jahr in Folge kontinuierliches Wachstum. Die gemeinsame Studie der Medienanstalten unter Beteiligung von ARD, Deutschlandradio und Media Broadcast weist mehrheitlich zweistellige Zuwachsraten für DAB+ aus.

DAB+ Zugang mit stärkstem Wachstum
Der Anteil von Personen in Haushalten mit Zugang zu mindestens einem DAB+ Gerät steigt von 15,7 in 2017 auf 18,1 Prozent in 2018. In diesem Segment legt DAB+ 15,2 Prozent zu und setzt sich an die Spitze des Zuwachses vor anderen Empfangswegen. Die Anzahl der Deutschen mit einem Zugang zu DAB+ erhöht sich auf 12,72 Mio. Das sind 1,8 Mio. mehr als 2017.

Vergleicht man alle Übertragungswege, weist DAB+ mit 15 Prozent noch vor Internet-Radio die stärkste Steigerung zum Vorjahr auf, während Kabel 22 und Satellit 11 Prozent verlieren.

Immer mehr DAB+ in deutschen Haushalten
Die Haushaltsdurchdringung mit DAB+ Radiogeräten erhöht sich von 15,1 Prozent in 2017 auf 17 Prozent in 2018. Das entspricht einer Steigerung von plus 13 Prozent. Damit wächst DAB+ auch in diesem untersuchten Segment schneller als IP-Radio. In absoluten Zahlen: In knapp 7 Mio. deutschen Haushalten steht mindestens ein DAB+ Gerät. Das sind fast 1 Mio. Geräte mehr als im Jahr zuvor.

Bundesländer: Bayern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen vorne
Der Anteil von Haushalten mit DAB+ legt überall zu, besonders in der Ländergruppe Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mit plus 3,5 Prozent. Bayern liegt wegen einer breiten Programmvielfalt, einer sehr guten Netzabdeckung und entsprechender politischer Rahmenbedingungen mit 22,3 Prozent vorn, gefolgt von Sachsen mit 22 Prozent und Baden-Württemberg mit 18,7 Prozent.

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