Erfolgreicher Test mit Digitalradio im Kabel

Bayreuth, 06.02.2019

DAB+-Empfang via Kabel ist eine Alternative mit vielen Vorteilen für Kabelkunden sowie kleinere und mittelständische Netzbetreiber. Das haben erfolgreiche Feldversuche in Bayern gezeigt, die gestern bei einem Fachgespräch in Bayreuth mit Geräteherstellern, Netzbetreibern, Sendervertretern und Fachjournalisten diskutiert wurden.

Nach der Digitalisierung des Breitbandkabels, die in Bayern seit Ende 2018 abgeschlossen ist, kann Radio in vielen Kabelanlagen nur noch über einen DVB-C-Receiver empfangen werden. Um eine nutzerfreund­liche Alternative für den Radioempfang via Kabel zu finden, hat sich eine Arbeitsgruppe aus der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM), dem Bayerischen Rundfunk (BR), Bayern Digital Radio (BDR), Technikdienstleister TMT sowie den Netzbetreibern Kabel Baumann und M-net gebildet und ein Whitepaper entwickelt.

Das zeigt Lösungen auf, wie DAB+-Radioprogramme aus verschiedenen Signalquellen aufbereitet und in neuen Multiplexen für die Kabeleinspeisung zusammengestellt werden können. Kabelkunden brauchen lediglich ein handelsübliches Digitalradiogerät mit Antenneneingang für den Empfang.

Bei der Live-Demo von Kabel Baumann/TMT gestern wurden bis zu 25 Digitalradioprogramme in den Kabelkanal 13B eingespeist. Wenn fünf Multiplexe mit jeweils 25 bundesweiten, landesweiten und regionalen DAB+-Programmen zum Einsatz kommen, könnten via Kabel und Digitalradiogerät mit Antenneneingang also 125 Radiosender empfangen werden. Eine Lösung, die gerade in stark abgeschirmten Bereichen wie im Keller den Vorteil einer besseren Signalqualität liefert.

Mehr: Pressemeldung komplett   und hier gibt es das Whitepaper: Download